FÜR ALLE STATT FÜR WENIGE


SP-Ortspartei fühlt den drei Kandidierenden für das Gemeindepräsidium auf den Zahn

14.Juni.2017

Um sich ein genaueres Bild über die Haltungen der drei Kandidierenden zu machen, lud die SP Wangen sie zu einem Rede- und Antwort Anlass ein. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde (siehe Wahlflyers) stellte Pascal Haussener den drei Anwärtern auf das Präsidiumsamt verschiedene Fragen, die sie in je maximal 90 Sekunden beantworten mussten. Im zweiten Teil des Abends bekamen sie dann eine grüne und rote Karte und konnten so zu konkreten Geschäften ja oder nein zeigen. Im Folgenden nun eine Zusammenfassung ihrer wichtigsten Aussagen und Stellungnahmen.

Daria Hof betonte immer wieder wie wichtig ihr gute Familienpolitik sei. Sie ist für eine Unterstützung des Mittagstischs, für gute Voraussetzungen zu schaffen von Tagesstrukturen, für den Bau eines schönen Spielplatzes sowie einer Doppelturnhalle mit Mehrzweckfunktion beim Hinterbüel, damit die Alpturnhalle wieder vollumfänglich der Schule und den Vereinen zur Verfügung stehe und nicht immer wieder durch verschiedene Anlässe belegt ist. Auch findet sie Solaranlagen auf den Schulhausdächern eine gute Sache und erwähnte, dass Greenpeace solche Projekte unterstütze. Sie selbst habe mit ihren Klassen schon Solarvignetten für ähnliche Projekte verkauft. Zur Frage nach Tempo 30 in Quartieren meinte sie, das unterstütze sie sehr und es würde auch das Problem mit dem Wildparkieren lösen.

Patrick Schmid würde sich sehr freuen, mit dem neuen Gemeinderat etwas zu bewegen und darauf zu achten, dass fair und in anständigem Ton debattiert wird. Den Steuerfuss würde er trotz der positiven Rechnung belassen, dafür mehr investieren und weiter Schulden abbauen. Den Mittagstisch findet er gut, möchte ihn aber nicht von der Allgemeinheit mitfinanzieren. Dafür erachtet er aber die Investition in einen Schulsozialarbeiter als sinnvoll. Allfällige Sonnenkollektoren auf dem neuen Bau beim Alpschulhaus würde er begrüssen. Zu Tempo 30 Zonen äusserte er sich skeptisch, man solle an die Vernunft der Fahrzeuglenker appellieren und die Kinder gut instruieren.

Christian Riesen ist vor allem eine Aktivierung des Dorflebens wichtig. Beim Projekt Dorfzentrum sollte man endlich einen Nagel einschlagen. In den nächsten zehn Jahren würden 450 neue Wohneinheiten realisiert, das brauche Infrastruktur und Arbeitsplätze, bringe aber auch zusätzliche Steuereinnahmen. Ein weiteres Anliegen ist ihm die Verwaltung kundenfreundlicher zu gestalten. Den Mittagstisch findet er eine gute Sache, möchte ihn aber weiterhin privat betreiben lassen. Zum Jugendraum äusserte er sich skeptisch und Photovoltaik Anlagen auf Dächern zu installieren seien nur bei Sanierungen sinnvoll. Sonst befürworte er thermische Solaranlagen, deren Energie speicherbar wäre. Tempo 30 Zonen befürwortet er situativ, jedoch nicht flächendeckend.

Einig waren sich alle drei Kandidierenden bei der Beibehaltung der Einführungsklasse und des Securitas Dienstes sowie dem Erwerb des ehemaligen Pfefferlihofes, wenn der Preis stimme. Den Sonntagsverkauf lehnten alle ab. Zum Schluss konnten die Zuhörenden noch Fragen stellen und dann im anschliessenden gemütlichen Ausklang des Abends persönlich mit ihnen reden (sbw).




SP vor Ort