FÜR ALLE STATT FÜR WENIGE


GV vom 22. Januar 2016

8.Februar.2016

Keine zweite Röhre, aber Platz für die Jugend

Wangen         Die SP Wangen beschäftigte sich an ihrer Generalversammlung mit lokalen, schweizerischen und internationalen Fragestellungen und spannte damit einen weiten Bogen vom Wangner Jugendraum bis zum Hunger in der dritten Welt.

Am Freitagabend traf sich die SP Wangen zur jährlichen Generalversammlung im Restaurant Bahnhof. Die Partei blickte dabei auf ein Jahr mit einigen Höhen und leider auch Tiefen zurück.

Als Erfolg konnte die Teilnahme am Maimarkt gewertet werden. Unter der Federführung von Doris Klepzig hatte die Partei ein Beizli betrieben, welches viel Publikum anzulocken vermochte. Ein weiterer Höhepunkt war das traditionelle Spaghetti-Essen bei Maria Müller. Nach 15 Jahren Bolognese und Carbonara hat sich Maria Müller nun jedoch entschieden die Organisation eines solchen Anlasses in jüngere Hände zu legen. Die Parteimitglieder verdankten ihre langjährige Gastfreundschaft und ihr Engagement mit einem grossen Applaus.

Ebenfalls verdankt wurde die grosse Arbeit von Liliane Studer als langjährige Sekretärin der SP Wangen. Corinne Breitenmoser wird dieses Amt in Zukunft übernehmen und zusammen mit dem Präsidenten Pascal Haussener, der Gemeinderätin Marlene Grieder sowie den Ersatzgemeinderätinnen Nassima Mehira und Bettina Widmer die Geschäftsleitung bilden.

Als Wermutstropfen, in diesem sonst erfreulichen Jahr, wurden die Entwicklungen im Thema Jugendraum betrachtet. Trotz des Einsatzes der Gemeinderätin und Präsidentin der Arbeitsgruppe Kinder und Jugend, Marlene Grieder, ist die Eröffnung eines Jugendraums noch immer in weiter Ferne, da der neu gewählte Standort durch Einsprachen und einem ablehnenden Entscheid der Baukommission verhindert wurde.

Nach dem Verzehr der leckeren Pizzas stiess Nationalrätin Bea Heim zur Versammlung und stellte die Abstimmungsvorlagen vom 28. Februar vor. Besonders zu reden gab dabei der Gotthard. Für die Nationalrätin, wie auch für die gesamte Partei, ist es völlig unverständlich, wieso der Bundesrat 2 Milliarden Franken in einen neuen Tunnel investieren will, wo doch die NEAT, welche im Juni eröffnet wird, die Möglichkeit bietet, durch die zusätzlichen Kapazitäten auf der Schiene die Sanierung des bestehenden Tunnels zu überbrücken. Dies wäre im Übrigen auch die Lösung, die uns unsere Bundesverfassung vorgibt, denn dort heisst es, dass der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze auf der Schiene zu erfolgen hat und dass die Transitstrassen-Kapazität im Alpengebiet nicht erhöht werden darf. Die SP fordert darum alle dazu auf, im Einklang mit der Verfassung und unter Berücksichtigung der zurzeit angeschlagenen Bundesfinanzen ein NEIN in die Urne zu legen.

Ebenfalls abzulehnen sind gemäss Nationalrätin Bea Heim die Initiative gegen die Heiratsstrafe und die Durchsetzungsinitiative, welche beide die Rechtsgleichheit untergraben, wobei erstere unseren homosexuellen Mitbürgerinnen und Mitbürgern den Zugang zur Ehe verwehrt und letztere für Ausländerinnen und Ausländer mit der Ausschaffung eine wesentlich drastischere Bestrafung für Vergehen vorsieht als für Schweizerinnen und Schweizer. Ein JA wird hingegen bei der Initiative gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln empfohlen. (mgt)




SP vor Ort